Ines Hock stellt im Stadtmuseum aus
Hattingen/Ruhr. Das Hattinger Stadtmuseum geht dem Licht auf die Spur und präsentiert unter dem Titel „Lichtecht II“ eine farbenfrohe Ausstellung von der Künstlerin Ines Hock. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 4. April um 19 Uhr und ist anschließend bis zum 9. Juni in Blankenstein zu sehen.
Das zentrale Element in der Kunst von Ines Hock sind Farben und welche Wirkung diese auf ihr Umfeld und den Menschen haben. „Farbe ist meine Sprache. Mathematiker beschreiben die Welt mit Zahlen – ich beschreibe sie mit Farbe,“ erklärt die Künstlerin, die in Köln lebt und arbeitet. Um das facettenreiche Spektrum der Farbwirkung zu erforschen, arbeitet sie in seriellen Prozessen mit verschiedenen Materialien und Formen. In manchen Bildern geht sie sehr detailliert vor und setzt Zeile für Zeile dünne, nebeneinandergesetzte Pinselstriche in unterschiedlichen Farbnuancen. An anderer Stelle lässt sie Farbschichtungen wie übereinander schwebende Felder erscheinen oder ordnet, gleich einem Mosaik, verschiedene Farben in Blöcken an. „Dem gegenüber stehen wiederum Bilder, in welchen sich Farben in wellenartigen Bewegungen durchmischen und an einen wolkenverhangenen Himmel erinnern,“ erklärt Gudrun Schwarzer-Jourgens, Leiterin des Stadtmuseums.

Allen Bildern gemeinsam ist der Moment des Innehaltens. „Im Prozess des Malens bin ich ganz bei mir und arbeite sehr meditativ,“ erklärt Ines Hock ihre Herangehensweise und rät auch den Betrachtenden, sich Ruhe für die Bilder zu nehmen. „Genau dieses Innehalten eröffnet den Raum, um die vielen feinen Nuancen in den Farben und Formen von Hocks Kunst zu entdecken und auf sich wirken zu lassen,“ ergänzt Gudrun Schwarzer-Jourgens. „Ebenso wichtig ist das Spiel mit dem Licht im Ausstellungsraum, denn je nach Tageszeit, haben ihre Bilder eine ganz eigene Wirkung,“ so die Museumsleiterin. Diese Wirkung des Lichts kommt besonders bei den farbigen Folien zum Tragen, welche den Raum anhand von durchdringendem Tageslicht mit Farbe bespielen und somit das Sonnenlicht im Museum greifbar machen. „Mir ist es wichtig, dass die Werke innerhalb des Ausstellungsraumes gut miteinander kommunizieren und auch mit dem Raum als solches interagieren können,“ sagt Ines Hock, die ihre Kunst weniger als Abstraktion sondern eher als Arbeit mit dem Material beschreibt.

Die Ausstellung liefert einen Überblick über die verschiedenen Schaffensphasen der Künstlerin. So zeigt „Lichtecht II“ sowohl Werke aus den Anfängen ihres Studiums als auch aktuelle Exponate. Von Emaille über Folie bis hin zu digitalen Herangehensweisen veranschaulicht die Auswahl im Stadtmuseum ihre Vorliebe zum Experimentellen. Zusätzlich sind auch Werke vertreten, die speziell für die Ausstellung im Stadtmuseum angefertigt wurden.
Begleitend zu der Ausstellung bietet das Stadtmuseum während der Osterferien Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Thematisch dreht sich alles um die Themen Farbe, Formen und Material. Ausgehend von der Ausstellung tasten sich die Teilnehmenden spielerisch über verschiedene Techniken an die Themen von „Lichtecht II“ heran. Das komplette Programm zu den Workshops kann online unter
www.hattingen.de eingesehen werden.
Eröffnet wird die Vernisage vom ersten stellvertretenden Bürgermeister Rainer Sommer und dem Kunsthistoriker Dr. Alexander Grönert. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten von Mittwoch bis Freitag zwischen 15 und 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.
Foto: Die Künstlerin Ines Hock während des Ausstellungsaufbaus im Stadtmuseum (C) Stadt Hattingen