Bus davor Kinder Polizist und ein großer Teddybär

Mit Polizei und Riesenbär sicher im Bus fahren

Vollbremsung wie auf der Achterbahn

Hattingen/Ruhr. Busfahren will gelernt sein – auch als Fahrgast. Daher haben Kinder der Grundschule in Bredenscheid erfahren, wie man im Bus sicher sitzt und sich an der Bushaltestelle richtig verhält. Sie haben an einem Sicherheitstraining auf dem Parkplatz vor dem Industriemuseum teilgenommen.

Polizeibeamter Sascha Wimmers und Busunternehmer Axel Blankennagel, Inhaber des Busunternehmens Rheingold, haben den Erst- und Zweitklässlern mit Riesenbär Rheingoldi gezeigt, was passieren kann, wenn zum Beispiel ein Fuß unter die Räder kommt. „Autsch – den Gummistiefel hat es ganz schön erwischt, beim Drängeln an der Haltestelle“, beobachten die Kinder.

Und dann noch das: Riesenbär Rheingoldi fährt unangeschnallt und fliegt beim Bremsen vom hinteren Platz in der Mitte des Busses. Daher rät Axel Blankennagel den Kindern: „Schnallt euch an, wenn Gurte vorhanden sind oder haltet euch gut fest“. Das Sicherheitsthema ist dem Unternehmer eine Herzensangelegenheit und daher übernimmt der Chef von 200 Angestellten das Training persönlich, berichtet er. Bei der Frage, wer an der Vollbremsung teilnehmen möchte, werden alle Finger in die Höhe gerissen und einige dürfen miterleben, wie es sich anfühlt, wenn der Fahrer bei zwanzig Stundenkilometern auf die Bremse tritt. „Wie Achterbahnfahren!“, rufen die Kinder.

Den Polizist Sascha Wimmers kennen die Kinder schon aus der Kita oder Schule, denn die Polizei begleitet die Kleinen bis zur Fahrradprüfung. So ist die Begrüßung entsprechend laut und herzlich. „Wichtig ist, dass ihr ein Stück hinter dem Bordstein auf den Bus wartet und beim Ein- und Aussteigen nicht drängelt“, erklärt er der aufgeregten Gruppe. „Außerdem dürft ihr auf keinen Fall direkt vor oder hinter dem Bus laufen, weil ihr nicht gesehen werdet.“ Die Gefahr wird am Bus vorgeführt. Ein paar Jungen und Mädchen stehen mit Sascha Wimmers vor dem Bus, einige stehen neben dem Fahrer und schauen auf die Straße und sehen von dort nicht alle Mitschüler. „So können die Kinder spielerisch und realitätsnah das Busfahren lernen“, so der Beamter.

Schülertransporte werden in Hattingen an den Grundschulen Holthausen, Bredenscheid und Niederwenigern von der Stadt organisiert und finanziert. „Das Training haben wir zum ersten Mal durchgeführt und wir werden es auf jeden Fall wiederholen“, so Stefanie Moch vom Schulverwaltungsamt der Stadt.

 

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